Kinder Ausbildungsfonds: Wie du für die Zukunft deines Kindes vorsorgen kannst

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Die Zukunft deines Kindes ist ein weites Feld voller Möglichkeiten, aber auch voller Unwägbarkeiten. Als Elternteil trägst du die Verantwortung, die Weichen für einen optimalen Start ins Leben zu stellen. Ein wesentlicher Pfeiler dieser Vorsorge ist die finanzielle Absicherung, insbesondere im Hinblick auf Bildung. Der Kinder-Ausbildungsfonds, oft auch als Bildungssparplan bezeichnet, stellt in diesem Kontext ein Instrument dar, das dir helfen kann, diese Zukunft aktiv zu gestalten. Du schaffst damit nicht nur ein finanzielles Polster, sondern auch die Freiheit für dein Kind, den Bildungsweg zu wählen, der seinen Talenten und Interessen am besten entspricht. Es geht darum, Barrieren abzubauen und Türen zu öffnen, die sonst verschlossen bleiben könnten.

Ein Kinder-Ausbildungsfonds ist im Grunde ein langfristiger Sparplan, den du speziell für die Ausbildung deines Kindes anlegst. Er unterscheidet sich von einem gewöhnlichen Sparbuch durch seine strategische Ausrichtung und oft auch durch die Anlageformen. Während ein Sparbuch oft nur geringe Zinsen abwirft, zielen Ausbildungsfonds darauf ab, Kapital über einen längeren Zeitraum hinweg effizient zu vermehren. Du schaffst damit ein finanzielles Fundament, das deinem Kind ermöglicht, beispielsweise ein Studium, eine spezielle Ausbildung, ein Auslandssemester oder auch eine berufliche Weiterbildung ohne große finanzielle Sorgen zu absolvieren.

Die Notwendigkeit langfristiger Planung

Du magst dich fragen, warum eine so langfristige Planung überhaupt notwendig ist. Die Antwort liegt in der stetigen Teuerung der Bildung und der steigenden Anforderungen an qualifizierte Arbeitskräfte. Studiengebühren im Ausland, die Kosten für Lehrmaterialien oder auch der Lebensunterhalt während der Ausbildung können schnell hohe Summen erreichen. Wenn du frühzeitig beginnst, die finanzielle Last auf viele Jahre zu verteilen, wird sie für dich und letztlich auch für dein Kind deutlich tragbarer. Es ist wie das Pflanzen eines Baumes: Je früher du den Setzling einpflanzt, desto größer und stärker wird der Baum, wenn er Früchte tragen soll.

Bildung als Investment

Betrachte die Investition in die Bildung deines Kindes nicht als Ausgabe, sondern als eine der besten Investitionen, die du tätigen kannst. Ein hohes Bildungsniveau korreliert oft mit besseren Berufsaussichten, höherem Einkommen und einer größeren persönlichen Erfüllung. Mit einem Ausbildungsfonds legst du den Grundstein für diese potenziellen Erfolge. Du investierst in das Humankapital deines Kindes, das wertvollste Gut, das es besitzt.

Wenn du mehr über die verschiedenen Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung für die Ausbildung deiner Kinder erfahren möchtest, empfehle ich dir, diesen Artikel über den Kinder Ausbildungsfonds zu lesen. Dort findest du wertvolle Informationen und Tipps, die dir helfen können, die besten Entscheidungen für die Zukunft deiner Kinder zu treffen. Du kannst den Artikel unter folgendem Link finden: Kinder Ausbildungsfonds.

Verschiedene Anlageformen für deinen Kinder-Ausbildungsfonds

Die Auswahl der richtigen Anlageform ist entscheidend für den Erfolg deines Ausbildungsfonds. Du hast verschiedene Optionen, die jeweils unterschiedliche Chancen und Risiken bergen. Die Entscheidung hängt von deiner Risikobereitschaft, dem Anlagehorizont und deinen Erwartungen an die Rendite ab. Es ist wichtig, dich umfassend zu informieren und gegebenenfalls professionellen Rat einzuholen.

Klassisches Sparbuch oder Tagesgeldkonto

Dies ist die einfachste und risikoärmste Variante. Du parkst das Geld auf einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto. Der Vorteil ist die hohe Liquidität – du hast jederzeit Zugriff auf das Guthaben. Der Nachteil sind die in der Regel sehr niedrigen Zinsen, die oft nicht einmal die Inflation ausgleichen. Das bedeutet, dass die reale Kaufkraft deines angesparten Geldes im Laufe der Zeit sinken kann. Für einen langfristigen Ausbildungsfonds ist diese Option daher meist nicht optimal, es sei denn, du bevorzugst maximale Sicherheit und hast einen sehr kurzen Anlagehorizont.

Festgeldkonten

Festgeldkonten bieten im Vergleich zum Sparbuch oft etwas höhere Zinsen, allerdings ist das Geld für einen festen Zeitraum gebunden. Du legst einen bestimmten Betrag für beispielsweise ein, zwei oder fünf Jahre fest an und erhältst dafür einen garantierten Zinssatz. Diese Option kann sinnvoll sein, wenn du einen Teil deines Geldes für einen mittelfristigen Zeitraum binden möchtest und eine höhere Planbarkeit wünschst. Du solltest jedoch bedenken, dass du vor Ablauf der Frist nicht ohne Weiteres auf das Geld zugreifen kannst.

Investmentfonds (ETFs und aktiv gemanagte Fonds)

Investmentfonds sind eine beliebte Wahl für die langfristige Geldanlage. Du investierst hierbei in ein Portfolio von Wertpapieren, das von einem Fondsmanager (aktiv gemanagte Fonds) oder einem Algorithmus (Indexfonds wie ETFs) verwaltet wird.

Exchange Traded Funds (ETFs)

ETFs sind eine kostengünstige und transparente Möglichkeit, in den Aktienmarkt zu investieren. Sie bilden einen bestimmten Index (z.B. DAX, MSCI World) nach und ermöglichen dir eine breite Streuung deines Kapitals über viele Unternehmen und Regionen hinweg. Die Gebühren sind im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds deutlich niedriger, da kein Fondsmanager aktiv Entscheidungen trifft. Für einen Ausbildungsfonds, der über viele Jahre oder Jahrzehnte angespart werden soll, bieten ETFs durch den Cost-Average-Effekt (durch regelmäßige Sparraten kaufst du zu unterschiedlichen Preisen und mitteln so den Einstandspreis) und die langfristig positive Tendenz vieler Aktienmärkte gute Renditechancen. Du solltest jedoch bedenken, dass Wertentwicklungen an den Börsen Schwankungen unterliegen und es zu Kursrückgängen kommen kann. Der lange Anlagehorizont federt diese Schwankungen jedoch oft ab.

Aktiv gemanagte Fonds

Bei aktiv gemanagten Fonds entscheidet ein Fondsmanager, welche Wertpapiere gekauft und verkauft werden. Das Ziel ist es, den Markt zu schlagen und eine höhere Rendite als der Vergleichsindex zu erzielen. Dies ist jedoch mit höheren Gebühren verbunden, und nicht alle aktiv gemanagten Fonds schaffen es tatsächlich, ihren Index langfristig zu übertreffen. Trotzdem können sie eine Option sein, wenn du von der Expertise eines bestimmten Fondsmanagers überzeugt bist und bereit bist, dafür höhere Kosten in Kauf zu nehmen.

Sparpläne und Versicherungen

Neben reinen Investmentfonds gibt es auch spezielle Sparpläne und Versicherungsprodukte, die als Ausbildungsfonds dienen sollen.

Bankensparpläne

Viele Banken bieten spezielle Kinder-Sparpläne an, die oft eine Kombination aus Festzins und Bonuszahlungen beinhalten. Diese sind meist weniger renditestark als aktienbasierte Fonds, bieten aber eine höhere Sicherheit und Planbarkeit. Du solltest die Konditionen genau prüfen, da manche dieser Pläne über eine lange Laufzeit hinweg unflexibel sein können.

Ausbildungsversicherungen

Ausbildungsversicherungen sind meist Rentenversicherungen oder kapitalbildende Lebensversicherungen, die bei Erreichen eines bestimmten Alters (z.B. 18 Jahre) oder zu einem festgelegten Zeitpunkt eine Auszahlung leisten. Der Vorteil ist eine hohe Planungssicherheit und oft auch eine Absicherung im Todesfall des Beitragszahlers. Der Nachteil sind oft hohe Kosten (Provisionen und Verwaltungsgebühren) und eine im Vergleich zu Investmentfonds geringere Flexibilität und oft auch geringere Renditechancen, da ein großer Teil der Beiträge in den Versicherungsmantel fließt. Bevor du dich für eine solche Versicherung entscheidest, solltest du die Kostenstruktur und die garantierte Rendite genau analysieren und alternative Anlageformen in Betracht ziehen.

Die Bedeutung des Anlagehorizonts und der Risikobereitschaft

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Bei der Auswahl der passenden Anlageform für deinen Kinder-Ausbildungsfonds sind der Anlagehorizont und deine persönliche Risikobereitschaft von zentraler Bedeutung. Diese beiden Faktoren wirken wie ein Kompass, der dir die Richtung weist.

Der Anlagehorizont

Der Anlagehorizont ist die Zeitspanne, die dir bis zur Auszahlung des Geldes zur Verfügung steht. Bei einem Kinder-Ausbildungsfonds ist dieser Horizont oft sehr lang – von der Geburt deines Kindes bis zum Beginn der Ausbildung können 18 Jahre oder mehr vergehen. Ein langer Anlagehorizont bietet dir mehrere Vorteile:

  • Zinseszinseffekt: Das ist das achte Weltwunder, wie Albert Einstein sagte. Dein Kapital vermehrt sich nicht nur um Zinsen, sondern auch die Zinsen selbst erwirtschaften wieder Zinsen. Über Jahrzehnte hinweg kann dieser Effekt einen enormen Unterschied machen. Es ist wie ein Schneeball, der einen Berg hinunterrollt – je länger er rollt, desto größer wird er.
  • Risikostreuung über die Zeit: Kursschwankungen an den Aktienmärkten werden über einen langen Zeitraum tendenziell ausgeglichen. Rückschläge, die kurzfristig schmerzhaft sein können, verlieren über 10, 15 oder 20 Jahre an Bedeutung. Du hast Zeit, Verluste auszusitzen und von Phasen des Aufschwungs zu profitieren. Du musst bedenken, dass es bei Rückschlägen nicht notwendig ist, direkt auf die Panik-Knöpfe zu drücken. Gerade bei längeren Investitionen erholen sich die Märkte meist wieder.
  • Cost-Average-Effekt: Wenn du regelmäßig sparst, kaufst du Anteile zu unterschiedlichen Preisen. Wenn die Kurse fallen, erwirbst du mehr Anteile für den gleichen Betrag, was deinen Einstiegspreis über die Zeit mittelt. Dieser Effekt reduziert das Risiko, zu einem ungünstigen Zeitpunkt alles auf einmal investiert zu haben.

Deine Risikobereitschaft

Deine Risikobereitschaft ist ein Maß dafür, wie viel Risiko du bereit bist einzugehen, um eine potenziell höhere Rendite zu erzielen. Manch einer schläft besser, wenn das Geld sicher auf dem Sparbuch liegt, auch wenn die Rendite minimal ist. Andere sind bereit, die Volatilität der Aktienmärkte in Kauf zu nehmen, um langfristig von höheren Erträgen zu profitieren.

  • Niedrige Risikobereitschaft: Hier eignen sich eher Sparbücher, Tagesgeld- oder Festgeldkonten. Du hast maximale Sicherheit, aber auch geringere Renditechancen.
  • Mittlere Risikobereitschaft: Eine Kombination aus sicherheitsorientierten Anlagen und einem moderaten Anteil an Investmentfonds oder ETFs könnte hier passend sein. Du streust dein Risiko und profitierst von potenziell höheren Renditen.
  • Hohe Risikobereitschaft: Überwiegend aktienbasierte Investmentfonds oder ETFs sind hier die Wahl. Du akzeptierst höhere Schwankungen, rechnest aber langfristig mit den besten Renditechancen.

Es ist wichtig, deine Risikobereitschaft realistisch einzuschätzen. Nichts ist schlimmer, als bei einem Kursrückgang in Panik zu geraten und Anteile zu verkaufen, was dann zu realisierten Verlusten führt. Überlege dir schon zu Beginn, wie du mit potenziellen Rückschlägen umgehen würdest.

Steuern und Fördermöglichkeiten

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Wenn du einen Kinder-Ausbildungsfonds aufsetzt, darfst du den Aspekt der Besteuerung und möglicher Fördermöglichkeiten nicht außer Acht lassen. Diese können einen erheblichen Einfluss auf die tatsächliche Rendite deines Investments haben.

Kapitalertragsteuer

In Deutschland unterliegen Kapitalerträge der Kapitalertragsteuer (Abgeltungsteuer) von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Dies gilt für Zinsen, Dividenden und Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren.

  • Sparer-Pauschbetrag: Jeder Steuerpflichtige hat einen jährlichen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro (ab 2023, zuvor 801 Euro), bis zu dem Kapitalerträge steuerfrei sind. Diesen Betrag kannst du für dein Kind nutzen, indem du einen Freistellungsauftrag einrichtest. Bei mehreren Kindern kann jedes Kind seinen eigenen Sparer-Pauschbetrag nutzen.
  • Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung): Wenn die Einkünfte deines Kindes, einschließlich der Kapitalerträge, voraussichtlich unter dem Grundfreibetrag liegen (der deutlich höher ist als der Sparer-Pauschbetrag), kannst du eine NV-Bescheinigung beantragen. Damit bleiben alle Kapitalerträge deines Kindes steuerfrei, bis zu einer bestimmten Grenze, die sich jährlich ändern kann. Dies ist ein sehr effektives Instrument, um die Rendite deines Ausbildungsfonds zu optimieren, da keine Steuern anfallen und der Zinseszinseffekt voll zur Geltung kommt.
  • Vor allem wichtig in der Ansparphase: Die genannten Freibeträge sind insbesondere in der Ansparphase deines Ausbildungsfonds relevant, da hier die Gewinne oft noch überschaubar sind und gut unter die Freibeträge fallen können. Später, wenn größere Summen ausgezahlt werden sollen, ist eine präzise steuerliche Planung noch wichtiger.

Schenkungsteuer

Wenn du Geld oder Wertpapiere auf den Namen deines Kindes anlegst, handelt es sich steuerrechtlich um eine Schenkung.

  • Freibeträge: In Deutschland gelten für Schenkungen großzügige Freibeträge. Eltern können ihren Kindern alle zehn Jahre bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken. Das bedeutet, dass du in der Regel keine Schenkungsteuer befürchten musst, wenn du monatlich oder jährlich Beträge für den Ausbildungsfonds deines Kindes einzahlst, es sei denn, es handelt sich um außergewöhnlich hohe Einmalzahlungen.

Mögliche Förderungen

Informiere dich über staatliche Förderprogramme oder lokale Initiativen, die die Bildungsfinanzierung unterstützen könnten. Diese sind zwar nicht direkt an einen Ausbildungsfonds gebunden, können aber eine zusätzliche Entlastung für dich oder dein Kind bedeuten:

  • Kindergeld: Das Kindergeld ist zwar nicht direkt mit einem Ausbildungsfonds verknüpft, aber es ist eine staatliche Leistung, die dir als Elternteil zur Verfügung steht und die du natürlich auch zur Finanzierung des Ausbildungsfonds nutzen könntest.
  • Bafög: Im Falle eines Studiums kann dein Kind später Bafög beantragen. Hierbei wird das eigene Vermögen des Kindes bis zu einem gewissen Freibetrag nicht angerechnet. Ein gut gefüllter Ausbildungsfonds könnte dazu führen, dass der Anspruch auf Bafög geringer ausfällt oder entfällt, dies muss jedoch im Einzelfall geprüft werden.

Insgesamt ist die steuerliche Optimierung ein wichtiger Baustein für die Effizienz deines Ausbildungsfonds. Durch die geschickte Nutzung von Freibeträgen und der NV-Bescheinigung kannst du einen Großteil der anfallenden Kapitalertragsteuern vermeiden und so die Nettorendite deines Investments maximieren.

Wenn du mehr über die Vorteile des Kinder Ausbildungsfonds erfahren möchtest, empfehle ich dir, diesen interessanten Artikel zu lesen, der sich mit den verschiedenen Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung für die Ausbildung deines Kindes beschäftigt. Du findest dort viele nützliche Informationen und Tipps, die dir helfen können, die beste Entscheidung für die Zukunft deines Kindes zu treffen. Schau dir den Artikel hier an, um mehr darüber zu erfahren.

Praktische Umsetzung und Tipps für deinen Ausbildungsfonds

Kriterium Beschreibung Wert / Beispiel
Name des Fonds Offizieller Name des Ausbildungsfonds Kinder Ausbildungsfonds
Zielgruppe Wer profitiert vom Fonds? Kinder und Jugendliche in Ausbildung
Förderart Art der Unterstützung Finanzielle Zuschüsse für Ausbildungskosten
Maximale Fördersumme Höchstbetrag, der pro Kind gefördert wird 2.500 Euro
Förderdauer Wie lange wird die Förderung gewährt? Bis zu 3 Jahre
Antragsberechtigte Wer kann den Antrag stellen? Eltern, Erziehungsberechtigte oder Jugendliche selbst
Voraussetzungen Wichtige Bedingungen für die Förderung Nachweis der Ausbildung, Wohnsitz in Deutschland
Kontakt Wo kannst du dich informieren oder bewerben? www.kinder-ausbildungsfonds.de

Nachdem du die theoretischen Grundlagen verstanden hast, geht es nun an die praktische Umsetzung deines Kinder-Ausbildungsfonds. Hier sind einige wichtige Schritte und Tipps, die dir helfen sollen, den Plan in die Tat umzusetzen und dauerhaft erfolgreich zu sein.

Früh anfangen ist das A und O

Der wohl wichtigste Tipp ist, so früh wie möglich mit dem Sparen zu beginnen. Du hast bereits gelernt, warum der Zinseszinseffekt so mächtig ist und wie er über die Zeit dein Kapital exponentiell wachsen lassen kann. Jeder Monat, den du früher beginnst, verschafft dir einen Vorteil. Stell dir vor, du wirfst einen kleinen Stein ins Wasser. Die Wellen breiten sich aus. Je früher du den Stein wirfst, desto weiter reichen die Wellen.

Regelmäßige Sparraten

Lege eine feste monatliche Sparrate fest, die automatisch von deinem Konto abgebucht wird. Schon kleine Beträge können über einen langen Zeitraum hinweg eine beachtliche Summe ergeben. Es ist oft einfacher, eine kleine feste Rate zu entrichten, als einmal im Jahr einen großen Betrag aufzubringen. Überlege dir, ob du beispielsweise das Kindergeld oder einen Teil davon direkt in den Ausbildungsfonds deines Kindes investieren möchtest. Der Cost-Average-Effekt, den du durch regelmäßige Einzahlungen erzielst, hilft zudem, das Risiko von ungünstigen Einstiegszeitpunkten zu mindern.

Flexibilität bewahren

Auch wenn du einen langfristigen Plan hast, ist es wichtig, eine gewisse Flexibilität zu bewahren. Das Leben ist dynamisch, und deine finanzielle Situation kann sich ändern.

  • Anpassung der Sparraten: Plane, dass du deine Sparraten bei Bedarf anpassen kannst – sei es, um sie zu erhöhen, wenn sich deine finanzielle Lage verbessert, oder um sie vorübergehend zu reduzieren, wenn unerwartete Ausgaben anfallen.
  • Anpassung der Anlagestrategie: Prüfe deine Anlagestrategie regelmäßig, insbesondere wenn der Ausbildungsbeginn näher rückt. Es kann sinnvoll sein, in den letzten Jahren vor der Auszahlung schrittweise risikoärmere Anlagen zu wählen, um das bereits angesparte Kapital vor größeren Kursschwankungen zu schützen. Dieses Vorgehen wird auch als „Rebalancing“ bezeichnet und ist eine gängige Praxis bei langfristigen Investitionen. Dein Ausbildungsfonds sollte in den letzten Jahren vor der Auszahlung wie ein Schiff sein, das langsam in den Hafen einfährt – nicht mehr mit voller Geschwindigkeit, sondern vorsichtiger und mit besserer Kontrolle.

Geldanlage auf den Namen des Kindes

Um die steuerlichen Vorteile optimal zu nutzen (Sparer-Pauschbetrag, NV-Bescheinigung), ist es oft sinnvoll, das Depot oder Konto direkt auf den Namen deines Kindes zu eröffnen. Beachte jedoch, dass das Kind mit Erreichen der Volljährigkeit uneingeschränkten Zugriff auf das Guthaben hat. Vertraue darauf, dass es die für die Bildung vorgesehenen Mittel auch entsprechend verwendet. Solltest du diesbezüglich Bedenken haben, kannst du die Gelder auch auf deinen eigenen Namen anlegen und sie später deinem Kind schenken. Hier musst du aber deine eigenen Sparer-Pauschbeträge und Freibeträge im Blick behalten.

Diversifikation

Streue deine Anlagen. Lege nicht alle Eier in einen Korb. Wenn du beispielsweise in ETFs investierst, wähle einen breit gestreuten Welt-ETF, der in Tausende von Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Regionen investiert. Das reduziert das Risiko einzelner Ausfälle und erhöht die Stabilität deines Portfolios.

Laufende Überprüfung

Plane regelmäßige Überprüfungen deines Ausbildungsfonds ein. Mindestens einmal im Jahr solltest du:

  • Die Wertentwicklung prüfen: Entspricht sie deinen Erwartungen?
  • Die Anlagestrategie überprüfen: Passt sie noch zu deinem Anlagehorizont und deiner Risikobereitschaft?
  • Steuerliche Aspekte neu bewerten: Sind Freistellungsaufträge aktuell? Ist eine NV-Bescheinigung noch sinnvoll oder notwendig?
  • Neue Produkte und Konditionen vergleichen: Der Finanzmarkt ist ständig in Bewegung. Es könnten sich neue, attraktivere Anlageoptionen ergeben.

Ein Kinder-Ausbildungsfonds ist kein Selbstläufer, aber mit einer durchdachten Strategie, Disziplin und regelmäßiger Überprüfung kannst du einen entscheidenden Beitrag zur finanziellen Unabhängigkeit und den Bildungschancen deines Kindes leisten. Du legst den Grundstein für eine Zukunft, in der dein Kind seine Träume verwirklichen kann, ohne dass finanzielle Hürden im Weg stehen.

FAQs

Was ist der Kinder Ausbildungsfonds?

Der Kinder Ausbildungsfonds ist eine finanzielle Unterstützung, die Eltern oder Erziehungsberechtigten hilft, die Ausbildungskosten ihrer Kinder zu sichern. Er dient dazu, frühzeitig Geld anzusparen, damit das Kind später eine Ausbildung oder ein Studium finanzieren kann.

Wer kann einen Kinder Ausbildungsfonds eröffnen?

In der Regel können Eltern, Großeltern oder andere Erziehungsberechtigte einen Kinder Ausbildungsfonds für ein Kind eröffnen. Manchmal ist es auch möglich, dass das Kind selbst, sobald es volljährig ist, einen Fonds anlegt.

Wie funktioniert die Einzahlung in den Kinder Ausbildungsfonds?

Du kannst regelmäßig oder einmalig Geld in den Fonds einzahlen. Die Beiträge werden dann angelegt und wachsen über die Jahre durch Zinsen oder andere Erträge. So steht zum Ausbildungsbeginn des Kindes ein Kapital zur Verfügung.

Welche Vorteile bietet ein Kinder Ausbildungsfonds?

Ein Kinder Ausbildungsfonds bietet finanzielle Sicherheit für die Ausbildung des Kindes, oft mit steuerlichen Vorteilen. Außerdem fördert er das frühzeitige Sparen und kann durch Zinseszinsen das angesparte Kapital erhöhen.

Wann kann das Kind auf den Ausbildungsfonds zugreifen?

Das Kind kann in der Regel zum Beginn der Ausbildung oder des Studiums auf das angesparte Geld zugreifen. Die genauen Bedingungen hängen vom jeweiligen Fondsanbieter ab und sollten vor Vertragsabschluss geprüft werden.

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